80 Jahre MEGA: 1937 - 2017

Der Einstieg ins Häutegeschäft

Fast zeitgleich zur Neubau-Entscheidung des Stuttgarter C&C-Marktes erfolgte 1975 auf Initiative des ausscheidenden dortigen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Richard Scheu, die Verschmelzung mit der 1901 gegründeten Fettschmelze und Häuteverwertung e.G. Beide Betriebszweige dieses Unternehmens wurden in gemeinsamer Verwaltung und Personalunion der Geschäftsleitung fortgeführt. Umschlag und Umsatz konnten im Lauf der Jahre um 150 % auf 21,2 Mio. DM gesteigert werden. Aber der Fettschmelze-Betrieb musste wegen der in der Wangener Straße unerfüllbaren Umwelt-Auflagen zum 31.5.1985 eingestellt werden.

Auch der Häutehandels-Betrieb geriet zunehmend unter Druck. Verschärfte Umweltauflagen machten deutsche Gerbereien unrentabel und selbst moderne Lederfabriken ließen im Ausland produzieren.
Der weltweite Preis-Verfall im Gefolge der deutschen Wiedervereinigung und des Zusammenbruchs der staatlichen Ostblock-Wirtschaft zwang weitere Gerbereien in Westeuropa zur Aufgabe.

Zusammen mit der Einstellung der seit 1903 abgehaltenen »Stuttgarter Zentralauktion für Häute und Felle«, die in den letzten Jahren in der MEGA stattfand, gaben auch wir anlässlich der Schließung des Stuttgarter Schlachthofes zum 31.3.1992 notgedrungen unser Häutegeschäft nach 91-jährigerTradition auf.

 

MEGA heute: Höchste Produkt- und Qualifikationsanforderungen

Auch heute hat sich die MEGA an die vielfältigen, hohen gesetzlichen Anforderungen nach baulicher und hygienerechtlicher Seite zu richten, z.B. fordert die ab 13.12.2014 in Kraft getretene neue europäische Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) eine allgemeine Pflichtangabe auf Lebensmittelverpackungen und seit 2006 auch geltende Nährwertkennzeichnung.

Von den gesetzlichen Anforderungen der LMIV sind sämtliche Branchen betroffen, die im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit Lebensmittel für den unmittelbaren Verzehr durch den Endverbraucher zubereiten.

Die MEGA hatte sich bereits vor vielen Jahren dafür entschieden, ihre selbst hergestellten Produkte im nach IFS-zertifizierten eigenen EU-Produktionsbetrieb den höchsten Anforderungen an Produkt-Sicherheit und -Qualität zu unterziehen und diese frei von Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren, Farbstoffen, Emulgatoren sowie weitestgehend frei von Konservierungsstoffen herzustellen, wo Produkteigenschaft und Machbarkeit es zulassen. Ca. 95 % aller hergestellten Schinken- und Wurstprodukte sind bereits „Clean Label“ und allergenfrei. Dadurch sind sie auch für den Einsatz in (Gemeinschafts-) Gastronomie und im Care-Bereich geeignet.

 

 

MEGA Abschleifaktion Dienstag 28. Juli 2020

im Eingangsbereich des MEGA C&C-Markts in...[mehr]


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